Walter Föckersperger Kabelpflug

International - und gleich nebenan

Sabine Föckersperger 23. Juni 2017 Neues von W. Föckersperger

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International - und gleich nebenan

International - und gleich nebenan

Schüler erkunden Pauluszeller Unternehmen

Im Rahmen des AWT-Unterrichts fuhren die Achtklässler der Mittelschule Velden mit ihrer Klassenlehrerin, Konrektorin Sabine Föckersperger nach Pauluszell. Dort besuchte die Klasse die Walter Föckersperger GmbH zu einer Betriebserkundung. Um Einblick in die reale Berufswelt zu gewinnen sollten verschiedene betriebliche Organisationsbereiche beleuchtet werden. Gleichzeitig wollten sich die Schülerinnen und Schüler aber auch über den Betrieb selbst und die Ausbildungsmöglichkeiten in dem Unternehmen informieren.

Gleich zu Beginn erfuhren die Mädchen und Jungen, dass es die Firma seit 1931 gibt. Sie wird inzwischen bereits in dritter Generation geführt und Geschäftsführer Walter Föckersperger, der die Mittelschüler begrüßte, äußerte augenzwinkernd die Hoffnung auf eine vierte Generation. Mit einem weltweit einzigartigen Verlegesystem bringt das Familienunternehmen (20 Mitarbeiter) Rohrleitungen und Kabel für Gas, Strom, Wasser und vieles mehr unter die Erde. Dies geschieht mit Hilfe eines speziell entwickelten Verlegepfluges und ein- bis zwei Zugmaschinen. Rund 380 000 Kilometer Rohrleitungen wurden inzwischen auf diese Art rund um den Globus im Erdreich verlegt, berichtete Bernhard Föckersperger, Leiter der Planung und Geschäftsprozesse. Dabei ist das grabenlose Verfahren bodenschonender und günstiger als andere Verlegearten. Da das System eine Zugkraft bis zu 380 Tonnen hat, eignet es sich für fast alle Bodenarten. Mit zahlreichen Bildern von Arbeiten auf allen Kontinenten veranschaulichte der Bruder des Geschäftsführers wie die FOECK Verlegesysteme z.B. selbst bei einer Wassertiefe von 1,80 m noch Kabel und Rohre im Grund eines Gewässers verlegen können. Auch weiche Böden in Moorgebieten oder im Watt stellen ebenso wie felsiger Untergrund kein Problem dar.

Beim Rundgang durch die Maschinenhallen erhielten die staunenden Jugendlichen dann einen Einblick, wie aus einem einfachen Blech eine marktführende Hochleistungsmaschine entsteht. Anschließend wurden noch alle offenen Fragen zu Beschaffung von Werkstoffen, die Organisation des Produktionsprozesses sowie die notwendigen Schritte im Vertrieb und Marketing geklärt. Besonders interessant war hier natürlich die Frage nach dem Preis für ein Verlegesystem und wo und wie dafür geworben wird.

Die Betriebserkundung stellte für die Klasse einen wichtigen Baustein auf dem Weg der Berufswahl dar. So nutzten sie abschließend die Gelegenheit und löcherten Bernhard Föckersperger mit Fragen zu Ausbildungsplätzen, notwendigen Qualifikationen und Aufstiegschancen in einem modernen Handwerksbetrieb. Gemeinsam mit AZUBI Andreas Aigner gab dieser bereitwillig Auskunft. Für die Walter Föckersperger GmbH sei nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur dann möglich, wenn die Belegschaft hoch motiviert und bestens ausgebildet ist. Daher sei es für das Unternehmen wichtig durch eigene Ausbildung dazu beizutragen. Derzeit werden drei Jugendliche zum Metallbauer Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik ausgebildet. Hellhörig wurden die nächstjährigen Schulabgänger als die Frage nach der Bedeutung der Bemerkung im Zeugnis beantwortet wurde. Für die Firma Föckersperger sei die Beurteilung des Lern- und Leistungsverhaltens schon interessant. Sie könne gemeinsam mit den Noten in Lernfächern wie z.B. Geschichte oder Religion, zeigen, ob jemand fleißig sei und auch etwas leisten will in einem Bereich, der ihn nicht so interessiere. Nicht ausschließlich gute Noten wären für eine erfolgreiche Bewerbung entscheidend, sondern das Gesamtbild, das ein Zeugnis vermittle.


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